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Krishna's liturgical textiles

The pichwais of Nathdwara

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Vortrag
Erwachsene

Ein Vortrag von Isabella Nardi, Ph.D.

[Deutsch im Anschluss] The liturgical textiles known as pichwais are temple hangings placed behind an icon as a backdrop. They are usually associated with the cult of Shrinathji, a black marble sculpture of Krishna enshrined in a temple located in the town of Nathdwara, Rajasthan.
Nathdwara emerged as a major pilgrimage centre in 1672 when a prominent Vaishnava sect, known as the Vallabha Sampradaya, established its headquarters in that location. Within the sect's religious practice, the use of liturgical textiles holds particular significance.
Due to their artistic qualities, pichwais are today largely regarded as art objects and displayed in museums, yet they continue to play an integral role in the daily and seasonal worship of Shrinathji in Nathdwara as well as in other sectarian temples. Rather than functioning as mere decoration, these textiles actively evoke the appropriate atmosphere and devotional mood required for specific ritual practices.
A close iconographic and stylistic analysis of selected works from the collection of the Museum Fünf Kontinente reveals their ritual use and significance, including their capacity to transport viewers into the sacred realm of Krishna by evoking specific mythological events related to his life.

The lecture will be held in English.

Bei den als Pichwais bekannten liturgischen Textilien handelt es sich um Tempelbehänge, die hinter einem Kultbild angebracht werden. Gewöhnlich werden sie mit der Verehrung von Shrinathji in Verbindung gebracht, einer schwarzen Marmorskulptur Krishnas, die in einem Tempel in der Stadt Nathdwara im indischen Bundesstaat Rajasthan verehrt wird.
Nathdwara entwickelte sich 1672 zu einem bedeutenden Pilgerzentrum, als eine prominente Vaishnava-Gemeinschaft, die sogenannte Vallabha Sampradaya, dort ihren Hauptsitz errichtete. Innerhalb der religiösen Praxis dieser Gemeinschaft kommt der Verwendung liturgischer Textilien eine besondere Bedeutung zu.
Aufgrund ihrer künstlerischen Qualität werden Pichwais heute vielfach als Kunstobjekte betrachtet und in Museen ausgestellt. Dennoch spielen sie bis heute eine wesentliche Rolle in der täglichen und jahreszeitlichen Verehrung von Shrinathji in Nathdwara sowie in anderen Tempeln der religiösen Gemeinschaft. Sie dienen nicht lediglich als Dekoration, sondern tragen aktiv dazu bei, die für bestimmte rituelle Handlungen erforderliche Atmosphäre und andächtige Stimmung hervorzurufen.
Eine eingehende ikonografische und stilistische Analyse ausgewählter Werke aus der Sammlung des Museum Fünf Kontinente macht die rituelle Verwendung und Bedeutung dieser Bilder sichtbar. Dazu gehört insbesondere ihre Fähigkeit, die Betrachtenden in die sakrale Welt Krishnas zu versetzen, indem sie bestimmte mythologische Ereignisse aus seinem Leben vergegenwärtigen.

Der Vortrag findet auf Englisch statt.

Anmeldung und Preise

Kosten: freier Eintritt
Anmeldung: nicht erforderlich

Die Referentin

Isabella Nardi (Ph.D., SOAS University of London) is a specialist in South Asian art history. Her research focuses on the painting traditions and visual cultures of northern India, spanning from the early modern period to contemporary times. She has worked extensively on the art of the Vallabha Sampradaya in Nathdwara and its intersection with the royal courts of Rajasthan. In addition to numerous scholarly articles, she is the author of The Theory of Citrasūtras in Indian Painting (2006) and Portraits of Devotion (2019). Following her Ph.D., she held visiting professorships and research fellowships at several institutions, including The Metropolitan Museum of Art, Jawaharlal Nehru University, the University of Oregon, Cleveland State University, and the Università degli Studi di Napoli »L’Orientale«.

Isabella Nardi (Ph.D., SOAS University of London) ist eine Expertin für die Kunstgeschichte Südasiens. Ihre Forschung konzentriert sich auf die Maltraditionen und visuellen Kulturen Nordindiens und reicht von der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart. Sie hat sich intensiv mit der Kunst der Vallabha Sampradaya in Nathdwara und deren Verflechtungen mit den königlichen Höfen Rajasthans beschäftigt.
Neben zahlreichen wissenschaftlichen Aufsätzen hat sie die Publikationen The Theory of Citrasūtras in Indian Painting (2006) und Portraits of Devotion (2019) veröffentlicht. Nach ihrer Promotion war sie als Gastprofessorin und Forschungsstipendiatin an verschiedenen Institutionen tätig, unter anderem am Metropolitan Museum of Art, an der Jawaharlal Nehru University, der University of Oregon, der Cleveland State University sowie an der Università degli Studi di Napoli »L’Orientale«.

Begleitprogramm zur Sonderausstellung
Weitere Veranstaltungen des Begleitprogramms zur Sonderausstellung Krishna. Religion, Kunst und Popkultur finden Sie in unserem Kalender.

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