Sándor A. Klunker ist Deutscher ungarisch-nigerianischer Herkunft. Er ist Social Designer, Berater und Vermittler in Kultur- und Bildungskontexten. Als Inter-Kultureller Trainer begleitet er Menschen in Organisationen & Institutionen zu Öffnungsprozessen & Diversifizierung und entwickelt Workshop- und Bildungsformate in sozio-kulturellen Kontexten zum Umgang mit Fragen der Gestaltung von Diversität, Anti-Diskriminierung, Gleichberechtigung und Inklusion. Er hat selbst Adoptionsbiografie, ist Vater von 4 leiblichen Kindern (M11/W19/M21/M29) und lebt in München.
Tunay Önder ist Autorin, Künstlerin und Kuratorin im Bereich der darstellenden Künste. Sie arbeitet im Münchner Kulturreferat für Public History und realisiert kuratorische Projekte an diversen Kulturinstitutionen. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Auseinandersetzung mit rassistisch motivierter Gewalt und gesellschaftlicher Erinnerung. Als Autorin und Dramaturgin war sie an verschiedenen Dokumentartheaterproduktionen beteiligt. Gemeinsam mit Christine Umpfenbach und Angehörigen der Opfer entwickelte sie zuletzt Offene Wunde, das 2024 am Münchner Volkstheater uraufgeführt wurde. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen postmigrantische Perspektiven, Erinnerungskultur, soziale Ungleichheit und emanzipatorische Praktiken in postkolonialen Migrationsgesellschaften. Gemeinsam mit Dr. Imad Mustafa gründete sie den Blog migrantenstadl, aus dem 2018 eine gleichnamige Publikation hervorging. Sie ist zudem Mitherausgeberin der Anthologie Urteile über die NSU-Morde. 2026 erschien Alman’ach (icon Verlag), eine Sammlung von Texten und Bildern aus ihrer performativen Praxis, die ein Panorama postmigrantischer Gegenwart entwirft.