Skip to main content

Geschichte des Museums

Von 1862 bis heute

Das Museum Fünf Kontinente ist eines der ältesten Museen seiner Art in Deutschland. Bereits 1862 wurde mit Moritz Wagner der erste Konservator für die Ethnographische Sammlung berufen. 1868 öffnete das Ethnographische Museum in den Hofgarten-Arkaden die Tore für das Publikum. Seit 1926 befindet sich das Museum in dem zwischen 1859 und 1865 von Eduard Riedel erbauten Gebäude an der Maximilianstraße 42. Das Museum bewahrt Sammlungen aus fünf Jahrhunderten. Einige von ihnen beinhalten archäologische Werke, die noch bedeutend älter sind. Die Geschichte des Museums ist die Geschichte der bayerischen, deutschen und westlichen Begegnung mit den Kulturen der Welt. Auch heute wachsen die Bestände des Museums, besonders im Bereich der Gegenwartskunst.

Die Namen des Museums änderten sich. Im Lauf der Zeit wurde aus einer Ethnographischen Sammlung/Ethnographischen Museum (1862/1868) ein Museum für Völkerkunde (1917) und schließlich das Museum Fünf Kontinente (2014). Die Entwicklung des Museums war angetrieben von Wissensdrang und kultureller Wertschätzung und zugleich gezeichnet von Eroberungswillen und kolonialer Ausbeutung. Aus dieser Geschichte erwächst die Verantwortung für eine nachhaltige und ethische Museumsarbeit.

Frühes Sammeln (16.–19. Jahrhundert)

Die Geschichte des Sammelns und Ausstellens von Kunstwerken und Alltagsgegenständen aus fernen Ländern ist in Bayern viel älter als das Museum Fünf Kontinente. Vieles von dem, was die Wittelsbacher Herzöge und Könige an ihrem Hof, die bayerischen Universitäten und die Akademie der Wissenschaften für ihre Forschungen aus den Regionen der Welt versammelten, kam später an das Museum Fünf Kontinente. Darunter waren wichtige Zeugnisse kulturellen Schaffens im 16., 17. oder 18. Jahrhundert. Federschmuck vom Amazonas, Elfenbeinschnitzereien aus Westafrika oder chinesische Metallarbeiten und Porzellan. Es sind Zeugnisse früher Globalisierung. In nicht wenigen Fällen waren Aneignungen mit dem frühen europäischen Imperialismus verbunden zum Beispiel im Amazonasgebiet, in Nordamerika oder Süd- und Südostasien.

Das »lange 19. Jahrhundert« war das Jahrhundert ausgiebiger Forschungsreisen. Wichtige Bestände des Museums stammen von den frühen kolonialen Reisen in Ozeanien (eingekauft etwa von Johann Georg Wagler in London 1825), in Süd- und Südostasien (erworben von Christophe-Augustin Lamarepicquot 1841) oder von der Weltumsegelung Adam Johann von Krusensterns und Georg von Langsdorfs (1803–1806). Von Bayern aus gingen Expeditionen nach Brasilien (Johann B. Spix/Philipp v. Martius, 1817–1820) oder nach Indien und Zentralasien (Gebrüder Schlagintweit, 1854–1857). Der Mediziner Philipp Franz von Siebold reiste für mehrjährige Aufenthalte nach Japan (1823–1829 und 1859–1862), zum Teil noch bevor dessen Öffnung für den Handel durch europäische Mächte erzwungen wurde. Der Offizier Oskar Niedermayer, später Wehrwissenschaftler, Geopolitiker und Wehrmachtsgeneral, brach 1912 in den von den Großmächten umkämpften Iran auf und übergab dem Museum den ersten großen Bestand aus der Region.

Es waren nicht ausschließlich Männer, die große Bestände an Kulturgut zusammentrugen. Von der Missionarin Xaveria Berger, die um die Mitte des 19. Jahrhunderts im indischen Patna lebte, erhielt das Museum 1863 hunderte Objekte aus Südasien. Prinzessin Therese von Bayern vermachte dem Museum fast 3000 Objekte von ihren Reisen in Amerika, Nordafrika und Europa sowie viele Hundert Objekte aus den deutschen Kolonialgebieten.

Das Ziel der Forschenden war neben dem Erkunden und Beschreiben der Länder und Gesellschaften in anderen Teilen der Erde auch der Erwerb von Gegenständen aus Kultur und Natur. Mit ihnen sollte die immense Vielfalt der Erde beschreibbar und für europäische Blicke verständlich gemacht werden. Häufig waren sie eng verbunden mit kolonialen Ideologien der europäischen Überlegenheit, der vermeintlichen Primitivität sogenannter Naturvölker oder des Abstiegs ehemaliger Hochkulturen.

Wissenschaftliche Neugier, sozialer Aufstieg, Abenteuerlust, religiöse Erweckung spielten für die Reisen ebenso eine Rolle wie die Hoffnung auf neue Handelsbeziehungen, Eroberungsfantasien, Land für Siedler und koloniale Infrastrukturen. Das bayerische Königreich und die Monarchen förderten dieses Interesse an einer zusammenwachsenden Welt und ihrer Erforschung wie auch ihrer Unterwerfung.

Die Sammlungen aus Amerika und Ozeanien galten lange nicht als Kunst oder Ausweis von »hoher Kultur«. Sie waren im Gebäude der Akademie der Wissenschaften (Wilhelminum) in einem Ethnographischen Kabinett untergebracht. Die asiatischen Werke, die als »kunsthistorisch« lehrreich für ein breiteres Publikum betrachtet wurden, waren in den Arkaden des Hofgartens ausgestellt (ab 1844 als Teil der Vereinigten Sammlungen). Ein Beispiel dafür ist die 1832 von Ludwig I. in Italien angekaufte Sammlung Martucci mit vorwiegend chinesischen Werken und die Sammlung Lamarepicquot mit Schwerpunkt Indien und Myanmar.

Gründung (1862/1868/1925)

Im Jahr 1862 wurde für die wachsenden außereuropäischen Sammlungen im Besitz des Königreichs ein Konservator, Moritz von Wagner (1813-1887) eingestellt. Eine eigenständige Ethnographische Sammlung war etwas Neues, nicht nur für Bayern. Das Erkunden und Beschreiben anderer Kulturen wurden zu einer Wissenschaft und Sammlungen rückten ins Zentrum. 1868 bekam die Ethnographische Sammlung und ein großer Teil der außereuropäischen Kunstsammlungen einen eigenen Ort im Galeriegebäude der Hofgarten-Arkaden, wo sie bewahrt, erforscht und ausgestellt werden konnte – ein Museum im heutigen Sinn. Ausgestellt wurde eine Welt, die man sich zeitlich und geografisch vom modernen Europa getrennt vorstellte: außereuropäische Archäologie, die Werke vermeintlicher »Naturvölker« und asiatischer Gesellschaften, die als kulturell stagnierend und im Abstieg abgewertet.

Fast sechs Jahrzehnte blieb das Museum in den immer enger werden Räumlichkeiten.

1925/26 erfolgte der Umzug und die Neueröffnung – am heutigen Standort an der Maximilianstraße. Hier in dem frisch renovierten Prachtbau (erbaut 1858–1867 für das Bayerische Nationalmuseum) konnten Depots angelegt, einzelne Werke zu Geltung gebracht und sogar Sonderausstellungen kuratiert werden. 1931 veranstaltete das Museum eine Sonderausstellung zu afrikanischer Kunst, die zu den ersten im deutschsprachigen Raum zählte.

Kolonialzeit (1884–1919/1933)

1884 wurde Deutschland Kolonialmacht in Afrika und wenig später in Ozeanien. Die heutigen Staaten Kamerun, Togo, Namibia, Tansania (ohne Sansibar), Ruanda, Burundi, kleinere Teile Ghanas und Nigerias waren einstmals deutsche Kolonialgebiete. Ebenso Teile des heutigen Papua-Neuguinea, Samoas, der Marianen- und der Karolinen-Inseln, Palau sowie in China das Gebiet Kiautschou (Jiaozhou). Die kolonisierten Gesellschaften erlebten Ausbeutung, Unterdrückung, Gewalt, Krieg und sogar Genozid.

Ethnographische Museen wurden zum Anlaufpunkt für eine neue Generation von Personen, die Objekte einlieferten: Kolonialoffiziere und -beamte, Offiziere der Kaiserlichen Marine, Händler, Seefahrer, Forschende sowie Missionare und Missionarinnen. Sie eigneten sich Kulturgut der kolonisierten Gesellschaften an. Dies konnte auf unterschiedlichem Weg geschehen: geraubt, erbeutet, gekauft, getauscht oder auch als Geschenk angenommen. Wissenschaftliche Expeditionen brachten systematische Sammlungen nach Deutschland, mit denen die eroberten Gesellschaften wissenschaftlich beschrieben, aber auch koloniale Eroberung und Beherrschung vor Augen geführt werden sollten. Daneben kamen Werke bei privaten Einladungen zum Einsatz, bei öffentlichen Vorträgen, bei Missionsfesten, sogenannten Völkerschauen oder in den Verkaufsräumen der Kolonialwarenläden. Häufig wurden diese Konvolute früher oder später dem Museum als Geschenk übergeben oder verkauft. Größere »Geschenke« belohnte das Königreich Bayern mit Orden, Empfängen beim Monarchen oder wissenschaftlichen Ehrungen. Das Museum stellte die Trophäen deutscher Herrschaft aus und ermunterte zu weiteren Aneignungen.

Mit Max Buchner (1846–1921) bekam das Museum 1887 einen Direktor, der selbst an kolonialen Eroberungen und einem Kolonialkrieg teilgenommen hatte. Von seiner Zeit in Kamerun 1884/85 und aus dem Kampf gegen widerständige Gruppen an der westafrikanischen Küste übergab er dem Museum die Werke derjenigen, die er bekämpft und deren Siedlungen er mit zerstört hatte. 1888 bis 1890 unternahm Buchner eine Sammelreise durch Australien, Ozeanien und Asien. Diese Reise führte ihn in englische, deutsche und niederländische Kolonialgebiete, aber auch in die unabhängigen Reiche Japan und China. Er brachte über 4.000 Artefakte mit nach Deutschland. Buchners in Japan erworbenen buddhistischen Großplastiken sind heute Kernstücke des Museums, etwa im Treppenaufgang und im Buddha-Saal. 

Ab 1907 hatte das Museum mit Lucian Scherman (18641946) einen Direktor, der als Südasien-Experte galt und es zu einem Ort für außereuropäische Kunst machte. In seine Direktion fiel nicht nur der Umzug an die Maximilianstraße. Zusammen mit seiner Frau, der Fotografin Christine Scherman (geb. Reindl), erwarb er tausende Ethnographica während einer Reise durch die britische Kolonie Indien, 1910-1911. Christine Scherman übergab dem Museum eine umfangreiche Fotoserie (mehr als 1.800 Bilder) aus Südostasien.

Die deutsche Kolonialherrschaft endete1918. Die Öffentlichkeit debattierte weiter über alte und neue Kolonialreiche. Museen erhielten und erwarben weiterhin Sammlungen von ehemaligen Kolonialakteuren. Auch am neuen Standort unterhielt das Museum einen eigenen Raum für Werke aus den deutschen Kolonien. Die gegenwärtigen Debatten um Provenienz (Herkunft) und Restitution (Rückgabe) »kolonialer Raubkunst« bieten die Chance, sich mit dem kolonialen Abschnitt der Museumsgeschichte und den Beständen aus kolonialen Kontexten auf kritische Weise neu auseinanderzusetzen.

Nationalsozialismus (1933–1945)

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde Lucian Scherman aus dem Amt gedrängt. Die Verfolgungen gegen jüdische Deutsche zwangen ihn 1939, in die USA auszuwandern. Am Museum waren nach 1933 sowohl Nationalsozialisten als auch solche Personen tätig, die sich dem Regime anpassten. Ausstellungen zu afrikanischer Kunst wie noch 1931 konnten nicht mehr stattfinden. Das Museum konzentrierte sich auf NS-affine Themen, etwa die Erforschung des Straßenwesens der Inka, die als »Herrenvolk« stilisiert wurden, und ließ sich dabei von dem wichtigen NS-Funktionär und Autobahnkommissar Fritz Todt protegieren. Inwiefern das Museum von Arisierungen profitierte, ist noch nicht umfassend erforscht, aber schon 1949 musste das Museum ein chinesisches Kunstwerk an die jüdische Familie Bernheimer restituieren. Auffallend sind schließlich die Zugänge aus Äthiopien: Das Museum unterstützte 1938 eine eigene Reise des Afrika-Kurators Maximilian Feichtner in das vom faschistischen Italien brutal eroberte Land (1937-1941). Von den NS-Verbrechern Ernst Schäfer und Bruno Beger stammt eine große Tibet-Sammlung, die 1974 ans Haus überwiesen wurde.

Vom Wiederaufbau ins 21. Jahrhundert

Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts war zunächst gekennzeichnet vom Wiederaufbau des Museums, das nach einem Bombentreffer schwer beschädigt war. Um 1950 begann das Museum, sich mit einer Reihe von Ausstellungen in der Kulturlandschaft Münchens und Bayerns zurückzumelden: Kunsthandwerk des Orients (1949), Kunst des Frühen Amerika (1950), Kunst der Südsee (1952), Afrikanische Kunst (1953), Asiatische Kunst (1954). Hier deutete sich bereits das Grundmotiv für die folgenden Jahrzehnte an: »Fremde Kulturen« wurden gefeiert und die Glanzstücke der Sammlungen wurden als Meisterwerke »exotischer Kunst« herausgestellt. Das Museum wurde von den Verantwortlichen als »Schatzkammer« der Weltkultur neu positioniert. Damit knüpfte man zum einen an die Zeit vor 1933 an. Aber man löste sich besonders am Ende des 20. Jahrhunderts auch von Erzählmustern des 19. Jahrhunderts, die zwischen Zivilisationen und primitiven Kulturen unterschieden und Kulturen allein nach europäischen Maßstäben bewerten wollten. Mit der Ausstellung »From Samoa with Love?« wird 2014 zum ersten Mal das koloniale Erbe Deutschlands zum Thema einer Ausstellung gemacht.

Gegenwart und Zukunft

Museen, die die Welt in ihrer kulturellen Vielfalt abbilden wollen, sind im Umbruch. Postkoloniale Bewegungen in Europa und in den Ländern des globalen Südens fordern das Ende der europäischen Zentralperspektive. Koloniales Erbe, Restitution, Kooperation sind Begriffe einer wichtigen politisch-kulturellen Debatte, die Museen verstärkt ins Zentrum rückten.

Ethisches und nachhaltiges Sammeln, das den Erhalt von Kulturgut in anderen Ländern nicht gefährdet, wird immer zentraler. Und Museen sind gefordert die Vielfalt der Gesellschaft anzusprechen, in der sie stehen und in der sie wirken, Beziehungen zwischen den Regionen der Welt abzubilden und kritisch zu hinterfragen.

Dies alles sind spannende und dynamische Bewegungen, die museale Umbrüche anzeigen –  das Museum Fünf Kontinente steht damit mitten in der Gesellschaft, wie schon oft in seiner Geschichte.

Museumsnamen und Direktoren/-innen

Im Lauf der Geschichte trug das Museum folgende Namen:

Königliche Ethnographische Sammlung und Königliches Ethnographisches Museum 1862–1912

Museum für Völkerkunde, 1917–2014

Museum Fünf Kontinente, seit 2014

Als Konservatoren und Direktor/-innen amtier(t)en:

Moritz Wagner, 1862–1887

Max Buchner, 1887–1907

Lucian Scherman, 1907–1933

Heinrich Ubbelohde-Doering, 1933–1956

Andreas Lommel, 1957–1977

Walter Raunig, 1977–2001

Claudius Müller, 2001–2010

Christine Kron, 2011–2017

Uta Werlich, seit April 2018

Ausgewählte Literatur

Dias, N.: Christophe-Augustin Lamare-Picquot and the Fate of his Collections. Networks, Commercial Transactions, and Museums. In B. Savoy, C. Guichard, C. Howald (Hg.), Acquiring Cultures. Histories of World Art on Western Markets, Berlin/Boston 2018.

Gareis, S.: “Exotik in München”. Museumsethnologische Konzeptionen im Wandel am Beispiel des Staatlichen Museums für Völkerkunde München, M.A.-Arbeit, Univ. München 1989.

Geisenhainer, K.: „Er hat sich jedoch den Anforderungen der Partei loyal und zugänglich gezeigt ...“. Ein Einblick in das Münchner Museum für Völkerkunde und die Haltung seiner Mitarbeiter während der NS-Zeit. In: Journal Fünf Kontinente. Forum für ethnologische Forschung 2 (2016–2018): 10–53.

Hartig, Anne: Displaying South Asian Objects at the Museum Fünf Kontinente in Munich: a Historical Perspective, in: South Asian Studies – Online-Ausgabe (04 May 2026).

Kamp, M.: Das Museum als Ort der Politik: Münchner Museen im 19. Jahrhundert, Phil. Diss. München 2002.

Krämer de Huerta, A. (Hg.): Geschenkte Welten. Schätze aus der Ferne, München 2003.

Müller, C./Stein, W. (Hg.): Exotische Welten. Aus den völkerkundlichen Sammlungen der Wittelsbacher 1806–1848, Dettelbach 2007.

Müller, C.: Völkerkunde und Kunst in München. Variationen über ein Thema, in: ders. (Hg.), Weiter als der Horizont. Kunst der Welt, München 2008.

Thode-Arora, H./Museum Fünf Kontinente (Hg.), From Samoa with Love. Samoa Völkerschauen im Kaiserreich. Eine Spurensuche, München 2014.

Thode-Arora, H./Museum Fünf Kontinente (Hg.), He Toi Ora. Beseelte Kunst der Maori. Auf den Spuren der Schnitzwerke im Museum Fünf Kontinente, Regensburg 2024.

Hölzl, R./Museum Fünf Kontinente (Hg.), Kolonialismus in den Dingen. Das Museum Fünf Kontinente und seine Bestände aus der Kolonialzeit, Regensburg 2024.

Seemann, M.: Kolonialismus in der Heimat. Kolonialbewegung, Kolonialpolitik und Kolonialkultur in Bayern, 1882-1943, Berlin 2011.

Smolka, W.J.: Die Völkerkunde in München. Beiträge zur Institutionalisierung einer Wissenschaft, M.A.-Arbeit, Ludwig-Maximilians-Univ. München 1984.

Stay up to date with our newsletter.

With our monthly newsletter, we’ll keep you informed about special exhibitions, upcoming events, and other highlights. We look forward to welcoming you!