• Altperuanische Tonfigur, Chimbote

Mythen, Tiere, Götterwesen. Indianer Südamerikas

Von der Südgrenze der USA bis nach Feuerland ist Lateinamerika von Menschen unterschiedlicher indigener Kulturen mitgeprägt. Ihre Kreativität bereichert Kunst, Literatur, Politik, Musik, Wissenschaft und kulinarische Traditionen vieler Länder des Kontinents. Obgleich sie seit der europäischen Invasion im 15./16. Jh. Landraub, Marginalisierung und Unterdrückung ausgesetzt waren, sind viele indigene Kulturen lebendig geblieben und haben Einflüsse der Zuwanderer*innen aufgenommen und daraus Neues entwickelt.

Der erste Ausstellungsraum ist den präkolumbischen Kulturen des alten Peru gewidmet, ergänzt um Exponate aus Mittelamerika. Keramikgefäße, kunstvolle Steinskulpturen und einige Goldobjekte erzählen Geschichten von der alten Götterwelt, von Beziehungen zwischen Menschen, Tieren und Pflanzen wie auch von Kampf und Krieg. Der Rundgang beginnt mit Gegenständen prä-inkaischer Kulturen der Wari, Moche und Nazca und führt dann zu Objekten der Inka-Kultur, deren Staat in seiner Blütezeit (1400–1533) eine Länge von 4000 Kilometern vom heutigen Ecuador bis nach Chile erreichte.

Der zweite Raum ist unter dem Titel "Vernetzt. Verstrickt. Verwoben. Anziehendes aus dem südlichen Abya Yala" Textilien und mit diesen verflochtenen Themenfeldern gewidmet. Durch Schlaglichter auf verschiedene Regionen und Zeiten gibt die Präsentation Einblick in die Vielfalt indigener Lebenswelten. Punktuell werden geschichtliche Entwicklungen, aktuelle Problematiken und die Wege der Exponate angesprochen.

English Version


Öffnungszeiten

Dienstag – Sonntag
9.30 – 17.30 Uhr


Eintritt

Erwachsene 5 €
Ermäßigt 4 €
Freier Eintritt für Besucher*innen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr
Schüler*innen: frei