• © Vorderasiatische Archäologie – LMU München.  Rollsiegel IB-1378_1983_Dia0794
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  • Zwei Tassen Tee als Zeichen des Dialogs

Meet your neighbours. Vortrag und Gespräch von und mit Zena Awad

Moderation: Silke Kleemann

Die Münchner Übersetzerin und Autorin Silke Kleemann traf die syrische Archäologin Zena Awad.

Zena Awad aus Homs/Syrien studierte Archälogie mit dem Schwerpunkt Vorderasiatische Archälogie an der Universität Aleppo und arbeitete u.a. bei Ausgrabungen in Qatna (Tall Al-Mishrifah). 2012 wollte sie zur Fortführung ihrer Studien zunächst nach Frankreich, aufgrund von Visa-Schwierigkeiten ging sie dann aber nach Ägypten und arbeitete dort für eine amerikanische NGO in Zusammenarbeit mit UNHCR. Im August 2015 kam sie mit einem DAAD-Stipendium nach München und an die LMU, wo sie an einer Doktorarbeit über „Die Entwicklung der Gottheit LAMA auf Rollsiegeln im Syrien des zweiten Jahrtausends v. Chr.“ schreibt.

Im Gespräch mit Silke Kleemann ging es neben Zena Awads Erfahrungen in Deutschland um die Bedeutung der alten syrischen Stätten für die Archäologie und die Menschheitsgeschichte überhaupt. Außerdem gab Zena Awad einen kurzen Ausblick auf ein gemeinsames Projekt mit ihrem Kollegen Raaed Alkour: eine Fotoausstellung, die die Zerstörung historischer Stätten in Syrien während des Kriegs dokumentieren soll.

Das Gespräch wurde auf Englisch geführt.

Veranstalter: Museum Fünf Kontinente/Projekt #Ankommen in Kooperation mit WIR MACHEN DAS München in Zusammenarbeit mit der Allianz Kulturstiftung und der Stiftung :do.

Hintergrund

Auf Betreiben der Münchner Autor*innen und Lektor*innen Björn Bicker, Lena Gorelik,
Marion Hertle, Sandra Hoffmann, Katja Huber, Silke Kleemann, Martin Lickleder, Denijen Pauljevic, Kathrin Reikowski und Fridolin Schley und den Buchhandlungen Isarflimmern, Buch in der Au, Lehmkuhl, Kunst- und Textwerk, Buchhandlung Pfeiffer u.a. wird seit April 2016 einmal im Monat eine Münchner Buchhandlung oder eine andere Literaturinstitution zum Begegnungsort von Alt- und Neu-Münchnern. Die Idee zu dieser Reihe hatte die Berliner Schriftstellerin Annika Reich, die Ende 2015 gemeinsam mit 100 Frauen aus der Kunst, Wissenschaft und dem öffentlichen Leben WIR MACHEN DAS gründete. Das Aktionsbündnis aus Geflüchteten und Einheimischen setzt sich aktiv für eine Kultur der Teilhabe, der selbstbestimmten Gestaltung unserer Gesellschaft und des dauerhaften Zusammenlebens ein. Unter dem Motto „Wir reden nicht über Flüchtlinge, sondern mit ihnen“ fanden bisher rund 40 Begegnungsabende u. a. in Berlin, Mainz, Köln, Bonn, Essen, Hamburg und Heidelberg statt.

Datum
12. April 2018, 19 Uhr

Eintritt frei

Berichte zur Veranstaltung
auf folgenden Webseiten:

Literaturportal Bayern

WIR MACHEN DAS