• Collage mit drei Fotos: Links ein Porträt eines Mannes in Anzug, in der Mitte eine Münze, rechts eine Holzfigur
    Der Referent | Münze, Äthiopien, vor 1939 | Nat, auf Elefanten reitend, Myanmar, 17. Jh.

Der Einbruch des Historischen? Museumsbestände von der Romantik bis zur NS-Zeit

Vortrag von PD Dr. Richard Hölzl anlässlich des Tags der Provenienzforschung 2026 am Dienstag, den 7. April 2026 um 18 Uhr. 

Burma 1825, Kamerun 1907, Äthiopien 1939 – Provenienzforscher PD Dr. Richard Hölzl präsentiert drei Snapshots aus der Geschichte des Museums Fünf Kontinente, die mit britischer, deutscher und italienischer Kolonialherrschaft verbunden sind. Kolonialismus wirkte weltumspannend und brachte unterschiedliche Formen der Gewalt und der Aneignung von Kulturgut hervor.
Der Vortrag diskutiert, wie Bayern und das Museum Fünf Kontinente (einschließlich der Vorgängereinrichtungen) von der Zeit Ludwigs I. bis in die NS-Zeit mit diesem Prozess verbunden waren. Die kolonialen Herkunftsgeschichten von Ausstellungsstücken und Beständen aus den unterschiedlichsten Regionen und über einen Zeitraum von mehr als 100 Jahren sind ebenso vielfältig wie irritierend. Sie kritisch zu erforschen und zu erinnern, ist Teil der Museumsarbeit geworden.

PD Dr. Richard Hölzl ist Historiker und Provenienzforscher. Er unterrichtete und forschte an den Universitäten Göttingen, Erfurt und Kassel sowie an der New School for Social Research in New York in den Bereichen Neuere Geschichte, Gender Studies und Religionswissenschaften. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der Mensch-Natur-Beziehungen, christlicher Missionen und des Kolonialismus. Am Museum Fünf Kontinente untersucht er als Provenienzforscher seit Februar 2023 die Herkunft von Objekten aus kolonialen Kontexten.

DATUM
Dienstag, 7.4.2026
18 Uhr

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.