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Das Papier-Konzert: Wood, Water and Light

Mit der Pianistin, Klang-Performerin und Komponistin Masako Ohta

 

Ein sehr wichtiges Element eines Papiers ist für mich sein Klang. (Koji Shibazaki)

Ein alter Teich, ein Frosch springt hinein... Geräusche des Wassers... (Basho Matsuo)

Japanische Künste und Kultur sind sehr stark mit der Natur verbunden. Da sind die Töne des fließenden Wassers, die Geräusche in Bambuswäldern, der Gesang von Zikaden... Licht, Schatten, Schattierungen und Töne wirken dabei harmonisch zusammen. 

Im Begleitfilm zur Ausstellung „Schatten. Licht. Struktur. Papierinstallationen von Koji Shibazaki“ im Museum Fünf Kontinente zeigt Prof. Shibazaki, wie seine Papiere geschöpft werden. Dabei erzählt er, wie wichtig es für ihn und seine Arbeit ist, wie Papiere in seinen Händen klingen. Für ihn ist der Prozess der Entstehung des Papiers genauso zentral wie die Herstellung seiner Lichtstelen aus diesem Papier. 

Papier wird aus Wasser und Pflanzen geboren. Auch sehr starke Papiere werden, wenn Wasser darauf kommt, aufgelöst. Professor Shibazaki möchte seine Leuchtkörper nicht nur Licht und Schatten kreieren lassen – er möchte damit auch das Gefühl von Papier, Wasser und Pflanzen in uns wecken und dabei die Klänge der Natur in Harmonie entstehen lassen. 

Auch für Masako Ohta ist in ihrer musikalischen Arbeit die Verbindung mit der Natur sehr wichtig. So ist sie mit Koji Shibazaki und seinen Ideen stark verbunden. Von ihm hat sie einige Papierstücke bekommen, um damit auf Klaviersaiten zu improvisieren. Koji Shibazaki wird bei dem Konzert anwesend sein und anschließend Fragen des Publikums beantworten.

Das Konzept des Papier-Konzerts ist die Improvisation mit Papieren und Musik mit starkem Naturbezug aus Japan und Europa. Dabei erklingen die Beziehungen von japanischer und europäischer Klang- und Struktur-Kunst.

Auf dem Programm stehen folgende Stücke: 

Rokudan no Shirabe von Kengyo Yatsuhashi

Frühling am Meer von Michio Miyagi

Raintree Sketch von Toru Takemitsu

Claire de Lune von Claude Debussy

Regentropfen-Prélude von Frédéric Chopin

Windharfe von Frédéric Chopin

Birke von Jean Sibelius

Improvisation mit Papier von Masako Ohta 

So schließt sich der Kreis – und zu Schatten, Licht und Natur gesellen sich zarte nuancenreiche Töne mit Papieren und Saiten, bilden sich Strukturen.

 

Masako Ohta ist eine Poetin des Klaviers (Münchner Feuilleton)

Masako Ohta stammt aus Tokyo. Ihr Klavierstudium absolvierte sie an der Musikuniversität Toho Gakuen School of Music in Tokyo und an der Universität der Künste Berlin bei Erich Andreas und György Sebök. Zudem besuchte sie Meisterkurse bei András Schiff und György Kurtág. Als Diplom-Klavierpädagogin unterrichtet sie und gibt Meisterkurse für Klavier und Kammermusik. Mit dem Motto „ganzheitliches Klavierspiel“ verbindet sie Ihre Klavierlehre mit japanischer Kalligraphie. 

Masako Ohta ist Preisträgerin des Giesinger Kulturpreises 2016 (1. Preis). Sie ist im Bereich der klassischen und Neuen Musik sowie der Improvisation, Filmvertonung und Theatermusik-Komposition aktiv. Masako Ohta wurde mit dem Förderpreis für Musik der Landeshauptstadt München 2019 ausgezeichnet. Sie beschäftigt sich intensiv mit Poesie, Klang und Musik aus Japan, Europa und anderen Kulturarealen und kreiert interkulturelle und interdisziplinäre Projekte und Konzertreihen. Masako Ohtas Arbeit ist in zahlreichen Rundfunkproduktionen dokumentiert, auch auf CDs wie „Ohenrosan“ und „Botenstoffe“ (mit Live-Improvisationen). Das „Poetry Album“ wurde von der Kritik (SZ, Münchner Feuilleton, Münchner Merkur, Piano News) gefeiert. 

Veranstalter: Museum Fünf Kontinente in Kooperation mit dem Kulturreferat der Stadt München

Datum
1. September 2019
11 Uhr

Eintritt
im Ticket zur Sonderausstellung
enthalten