• Markus Schindlbeck und ein Objekt aus der Südsee-Sammlung des Museums Fünf Kontinente

Südsee-Sammlungen in Europa. Provenienzforschung an ausgewählten Objekten in europäischen Museen

Dr. Markus Schindlbeck, Berlin

Provenienzforschung bestimmt heute zunehmend die Agenda ethnologischer Museen. Mit den Schlagworten von Kunstraub und Kolonialbeute wird in den Medien die Sammeltätigkeit früherer Reisender und Forscher oft pauschal diskreditiert, Sammeln wird als Aneignung beschrieben, Sammelleidenschaft als Sammelwut. Damit einhergehend sind das Anlegen und der Erwerb von Sammlungen in ethnologischen Museen heute fast zum Erliegen gekommen.

Am 3. September wird Dr. Markus Schindlbeck in seinem Vortrag die Erwerbung und Aneignung von Ethnographika im 19. und 20. Jahrhundert anhand einzelner Beispiele aus den Museen in Basel, Berlin und München untersuchen.

Markus Schindlbeck studierte an der Universität Basel Ethnologie, Geografie und Geschichte. Schwerpunkt seiner Forschungen ist Ozeanien. Nach der Promotion im Jahr 1978 arbeitete er an den ethnologischen Museen in Basel und Berlin und übernahm Lehraufträge an den Universitäten Freiburg i. Br., Göttingen und der FU Berlin. Seine Feldforschungen führten ihn nach Papua-Neuguinea, Mikronesien und Neuseeland. Von 2000–2014 war er Leiter der Sammlung Australien und Ozeanien am Ethnologischen Museum Berlin, von 2009–2014 Leiter der Abteilung Visuelle Anthropologie.

Datum
3. September 2020
19 Uhr

Einlass
18 Uhr

Eintritt
frei

Veranstaltung ausgebucht!