• Gruppenbild mit Herrscherthron aus Kamerun
  • Herrscherinsignien aus Kamerun

Koloniales Kamerun: Fragen und Fragmente im zukünftigen Humboldt Forum

Jonathan Fine, Berlin

1884 gründete das Deutsche Kaiserreich im Wouri-Flussgebiet eine Kolonie, die später als Kamerun bezeichnet wurde. Die Kunst und materielle Kultur der verschiedenen Gesellschaften, die unter deutsche Kolonialherrschaft kamen, bilden bis heute einen zentralen Bestand des Ethnologischen Museums Berlin.

Doch wie geht man mit solchen Objekten in einer kritischen Ausstellung im Humboldt Forum um? Eine zentrale Herausforderung ist die Darstellung der verflochtenen Geschichte, in welche die auszustellenden Objekte eingebettet waren. Diese Geschichte sieht nicht nur anders aus, wenn man sie aus unterschiedlichen kameruner und deutschen Blinkwinkeln betrachtet. Sie ist auch durch die verschiedenen Ziele und Prioritäten der damaligen Akteure geprägt und bestimmt worden. Welche Möglichkeiten bietet eine Ausstellung, solche Komplexitäten anzusprechen? Welche Lösungen kann man finden? Welche Kritikpunkte wird es geben?

Jonathan Fine ist seit Dezember 2014 Kurator für die Sammlungen aus Westafrika, Kamerun und Gabun im Ethnologischen Museum Berlin. Seit 2017 ist er auch für die Sammlungen aus Namibia zuständig. Fine studierte Rechtswissenschaft an der Yale University und afrikanische Kunstgeschichte an der Princeton University. Sein Forschungsschwerpunkt ist die höfische Kunst des Kameruner Graslands im 19. und 20. Jahrhundert.

Datum
17. Mai 2018, 19 Uhr

Eintritt
frei