• Porträt alexander von Humboldts  von Frédéric Christophe de Houdetot und Prof. Dr. Glenn Penny

Im Schatten Humboldts: Eine tragische Geschichte der deutschen Ethnologie

Prof. Dr. H. Glenn Penny

Von den hohen Idealen Alexander von Humboldts bis zum erbitterten Streit um das Humboldt-Forum führt ein langer und verschlungener Pfad durch die Geschichte der deutschen Ethnologie. Prof. Dr. H. Glenn Penny wird am 25. Juni schildern, wie die gigantische ethnologische Sammlung in Berlin entstanden ist, welche Motivationen ihr zugrunde lagen und warum die ursprüngliche Idee dahinter – die Bewahrung des Erbes bedrohter Kulturen und die Eindämmung aufkommender rassistischer Ideen – bis heute kaum gewürdigt wird.

Prof. Penny sieht es durchaus kritisch, wenn Museen zum Schauplatz politischer Instrumentalisierungen werden, bei denen es um Diskursmacht geht, aber nicht um die Bedeutung der Sammlungen selbst. 

H. Glenn Penny ist Professor für moderne europäische Geschichte an der Universität Iowa. Zu seinen Veröffentlichungen zählen die Bücher Objects of Culture: Ethnology and Ethnographic Museums in Imperial Germany (2002) sowie Kindred by Choice: Germans and American Indians since 1880 (2013).
Er ist der Herausgeber (zusammen mit Matti Bunzl) von Worldly Provincialism: German Anthropology in the Age of Empire (University of Michigan Press, 2003). Derzeit befasst er sich mit deutschen Interaktionen mit Lateinamerika und erstellt ein Buchmanuskript mit dem Titel: Unbinding German History, 1760s to the Present.

Datum
25. Juni 2020
19 Uhr

Eintritt
frei

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