• Prof. Dr. Mareile Flitsch & Pinselwascher mit Wasserbüffeln aus Seladon-Keramik
    Fotos: Ingo Nentwig 2014 und Franca Wohlt 2018

Elefanten im Porzellan. Könnertum und Meisterschaft der Seladon-Keramiker*innen in Longquan in Südost-China

Prof. Dr. Mareile Flitsch, Zürich

Die chinesische Provinz Zhejiang ist bekannt für ihr Seladon-Porzellan mit seinen in vielfältigen Grün- und Blautönen schimmernden Oberflächen. Die erste Blütezeit erlebte das Longquan-Seladon vom 11. bis in das 14. Jahrhundert. Zunächst in die ganze Welt exportiert, geriet das Handwerk bis Ende des 19. Jahrhunderts fast in Vergessenheit. In den 1950er-Jahren konnte es über die Etablierung von staatlichen Fabriken wiederbelebt werden. Eine erste Generation junger Keramiker*innen wuchs heran. Mit dem marktwirtschaftlichen Wandel in den 1990er Jahren gründeten viele von ihnen Privatbetriebe.

Am 12. März wird Prof. Dr. Mareile Flitsch Sie mitnehmen auf die Suche nach dem perfekten Seladon und dabei viele Einblicke in Geschichte, Technologie und Wissen in der Seladon-Metropole Longquan ermöglichen. 

Mareile Flitsch promovierte und habilitierte nach einem Studium der Sinologie und Ethnologie in Münster, Paris, Shenyang/VR China an der FU Berlin. Sie hat einen Lehrstuhl für Ethnologie und die Direktion des Völkerkundemuseums an der Universität Zürich inne. Das wissenschaftliche Forschungs- und Lehrmuseum ist unter anderem auf das Thema Könnerschaft spezialisiert. Mareile Flitsch interessiert sich besonders für chinesische Alltags- und Handwerkstechniken. Gemeinsam mit der Berliner Keramikerin und Sinologin Anette Mertens realisierte sie 2019 die Publikation und Ausstellung „Seladon im Augenmerk“.

Datum
12. März 2020
19 Uhr

Eintritt
frei