• Marie-Louise Nabholz-Kartaschoff

Textilien aus Persien. Von Zar-baft bis Qalamkar

Marie-Louise Nabholz-Kartaschoff/Basel

Persische Textilien aus der späten Qajaren-Zeit (1850–1925) weisen eine reiche Palette von verschiedensten Techniken, Darstellungen und Verwendungsarten auf. Die Vielfalt reicht von kostbaren Brokatgeweben bis hin zu Druckstoffen, von floralen Motiven in orientalischer Üppigkeit bis hin zu erzählerischen Darstellungen, von Behängen und Kleidern bis zu Formen für spezielle Zwecke wie zeremonielle Speisetücher, Stuhlüberzüge, Sattel-Decken oder gar Tierschmuck. Über das Medium Textilien vermittelt der reich bebilderte Vortrag spannende Einblicke in die Kultur Persiens in der zweiten Hälfte des 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts.

Marie-Louise Nabholz-Kartaschoff schloss ihr Ethnologie-Studium an der Universität Basel mit der Dissertation „Ikatgewebe aus Nord- und Südeuropa“ ab. Sie leitete von 1968 bis 2003 die Abteilung Asiatische Textilien am Museum der Kulturen Basel, organisierte Ausstellungen, führte Feldforschungen in Mallorca, Südchina, Thailand, Indien und Indonesien durch und verfasste Publikationen zu verschiedenen Textilthemen. Nach der Ausstellung „Pfauen, Blüten und Zypressen“ im Museum Rietberg (2005) hat sie sich erneut und intensiv mit persischer Textilkunst befasst. Sie präsentiert gleichzeitig mit ihrem Vortrag ihre deutsch- und englischsprachige Publikation „Persische Textilien – Die Sammlung Ramezani“.

Datum
19. April 2020
16 Uhr

Kostenbeitrag
10 €

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