• Textil-Design aus Mazandaran

Mazandaran – die Frauen, die das Licht webten

Werner Weber, Zürich/Schweiz

Zwischen Teheran und dem südlichen Ausläufer des Kaspischen Meeres erstreckt sich das Elburs-Gebirge. Sein höchster Gipfel, der Damavand, ist als mythologischer Weltenberg zoroastrischer Legenden bekannt. Hier liegt auch die Provinz Mazandaran, die bis in die 1990er Jahre allenfalls als Jagdgebiet früherer Herrscher bekannt war. In dieser Gegend stieß Werner Weber auf Kelims, die einen bisher nie gesehenen und einzigartigen Minimalismus in Musterung und Farbgebung aufwiesen. Mit vielen ihrer Schöpferinnen, den Frauen von Mazandaran, versuchte Weber den Ursprung und die Bedeutung des „gewebten Lichts“ zu ergründen. Seine Ergebnisse um die Verbundenheit dieser Muster mit der sie umgebenden Kultur und Landschaft wird er erläutern. Dabei wird er unter anderem auf das Spannungsfeld zwischen individueller und kollektiver Gestaltungskraft eingehen. 

Werner Weber führte sein beruflicher Weg in den Iran der 1960er Jahre. Vom persischen Schwiegervater konnte er ein Importunternehmen für Orient-Teppiche übernehmen. Mit den Einkaufsreisen in den Nahen und Mittleren Osten wurde der Beruf zur Passion. Dabei rückten die Muster von alten Nomadenteppichen und bäuerlichen Stücken in den Mittlepunkt des Interesses. Die Begegnung mit den Kelims aus Mazandaran bezeichnet er als Höhepunkt seines Lebens.

Datum
14. April 2019
16 Uhr

Kostenbeitrag
10 €