• Plakat Internationales Symposium, Ausschnitt © Institut für Ethnologie der LMU München

What can museum anthropology do in the 21st century?

MUSEUMSETHNOLOGIE IM 21. JAHRHUNDERT
München, Mai 2022. Am 9. und 10. Juni 2022 findet im Museum Fünf Kontinente das gemeinsam mit der Ludwig-Maximilians-Universität München organisierte internationale Symposium What can museum anthropology do in the 21st century? statt. Neben aktuellen Fragestellungen aus der Ethnologie und verwandten Disziplinen soll vor allem der Beitrag der Museumsethnologie zum gesamtgesellschaftlichen Diskurs – heute und zukünftig – diskutiert werden.

Als eine ihrer ältesten Teildisziplinen war die Museumsethnologie insbesondere im deutschen Kontext maßgeblich an der Herausbildung des Fachs Ethnologie beteiligt. Gleichzeitig fand sie in Forschung und Lehre kaum Beachtung. Das zweitätige Symposium hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, diesen grundlegenden Teilbereich der Ethnologie zurück in den Fokus zu bringen.

Die anhaltenden Kontroversen um ethnologische Museen und ihre historischen Sammlungen zeigen, dass die in Museen bewahrten Objekte weiterhin Menschen berühren und zusammenbringen: Sie beschwören Diskussionen, kreieren Konflikte und erfordern eine Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte. Gleichzeitig eröffnen sie die Möglichkeit der Versöhnung, des gegenseitigen Austauschs von Wissen und der Entstehung neuer Beziehungen.

Bei der interdisziplinären Veranstaltungen widmen sich verschiedene Akteur:innen aus Forschung und Praxis daher nicht nur dem ethnologischen Museum und seinem Erbe, sondern auch Themen wie Materialität, Provenienz und Restitution sowie Pluralisierung.

Zu erwarten sind Redebeiträge aus der Ethnologie, Geschichte, Museumswissenschaft, Sinologie, Kunstgeschichte, Archäologie, Provenienzforschung, Restaurierung sowie der zeitgenössischen Kunst- und Ausstellungspraxis. Vertreten sind Forschungseinrichtungen und Gedächtnisinstitutionen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Großbritannien, den USA und Australien.

Aus verschiedenen Blickwinkeln wird die Museumsethnologie so als Teil des kolonialen Projektes untersucht, in der postkolonialen Gegenwart kritisch reflektiert und für eine dekolonialisierte Zukunft weitergedacht.

Angegliedert ist das Symposium an das ERC-Projekt Indigeneities in the 21st century am Institut für Ethnologie und an den Forschungsschwerpunkt Materiality – Museology – Knowledge des Center for Advanced Studies (CAS), beide LMU München.

 

 

9. & 10. Juni 2022

 

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt und ist für alle Interessierten offen.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Eine vorherige Anmeldung bis zum 29. Mai 2022 an annina.gyger@ethnologie.lmu.de ist notwendig.

 

INFOMATERIAL

Das vollständige Programm können Sie hier als PDF herunterladen  

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