• Kambodschanische Kinder setzen einen Norry-Train in Gang
  • Frau an einem Seidenwebstuhl

Die Seele der Seide. Vergangenheitsbewältigung in Kambodscha

Ein Ethnologischer Salon mit Carmen Butta

  • Minibühnen des Alltags: Norry, die Bambusbahn
  • Die Kunst der kambodschanischen Seidenweberei
  • Projekte der Hoffnung: Erfahrungsberichte und filmische Reflektionen von Carmen Butta
  • Offenes Forum
  • Moderation Karin Sommer und Stefan Eisenhofer

 

Sie ist ein Symbol für den Überlebenswillen der Kambodschaner: Die Bambusbahn „Norry“, die für eine ganze Region im Norden des Landes als Lebensader fungiert. In dem immer noch stark verminten Land gibt es nur wenige sichere Straßen. Und so nutzen viele Kambodschaner diese improvisierte Plattform, die mit maximal 50 Stundenkilometern über notdürftig geflickte Gleise und Brücken rattert, als Hauptverkehrsmittel.

Und es gibt in Kambodscha noch mehr Projekte, die Hoffnung stiften. Für ihr Ziel, den neuen Menschen zu schaffen, hatten die Roten Khmer alles Geistige und Sinnliche im Lande zertrümmert und bevorzugt Intellektuelle, Künstler und Handwerker ermordet. So war auch die Kunst der kambodschanischen Seidenherstellung nahezu ausgelöscht. Doch der japanische ehemalige Kimono-Maler Kikuo Morimoto steckt sein ganzes Herzblut in die Wiederbelebung dieses einmaligen Handwerks. Er fördert die traditionelle Webkunst und verschafft mit der Anpflanzung von Maulbeerbäumen und der Herstellung hochwertiger Seidenstoffe Hunderten von Menschen ein Einkommen.

In gewohnt sensibler, humorvoller und persönlicher Art erzählt die Grimme-Preis-Trägerin, Journalistin und Filmemacherin Carmen Butta von hoffnungsfrohen Projekten in einem noch immer vom Bürgerkrieg gezeichneten Land.

Ein Abend über die heilende Wirkung des Handwerks und die kreative Kraft alter Künste…

Für Getränke und Suppe sorgt max2 – das Café im Museum Fünf Kontinente.

Veranstalter: Museum Fünf Kontinente

Datum
31. März 2017, 19 Uhr

Eintritt
5 €
ermäßigt 3 €,
für Mitglieder des Freundeskreises