• Dickie Minyintiri
    © Alex Craig/Ernabella Arts

Eastern APY Lands – Aboriginal Art aus Südaustralien

10. April – 18. Mai 2014

Wir zeigen Bilder der australischen Aborigines aus den Eastern APY Lands in Südaustralien. »APY« steht für »Anangu Pitjantjatjara Yankunytjatjara«, »die Menschen der Sprachgruppen Pitjantjatjara und Yankunytjatjara«. Sie bewohnen ein Gebiet, das etwa ein Zehntel der Landmasse Südaustraliens ausmacht. Aus jenem Landstrich, der auch als das »Seelenland der Anangu« bezeichnet wird, sind die Künstlerkooperativen Ernabella Arts, Kaltjiti Arts, Mimili Maku und Iwantja Arts hervorgegangen. Über Jahrtausende mündlich überlieferte Geschichten, Liedzyklen, Tänze und Malerei verweben ihre Mitglieder so ineinander, dass Formen und Farben Klänge haben und heilige Gesänge ihrerseits zu Bildern werden. Die Ausstellung ist eine Hommage an die »Tjilpi«, die Ältesten unter den Wüstenkünstlern. Sie können noch Zeichen und Muster malen, die vielfach schon in Vergessenheit geraten sind. Mit ihrer Kunst besingen sie die heiligen Stätten in ihrem Land. Der Detailreichtum ihrer Werke lässt erahnen, welch wandelnde Enzyklopädien gerade diese ältesten Künstler sind. Die unmittelbare Faszination ihrer Bilder überträgt sich auch auf Betrachter, die noch nichts vom Land, der Schöpfungsgeschichte und der Identität der Menschen aus den Eastern APY Lands wissen. »Ich bewahre die Kraft der Traumzeit meiner Mutter, indem ich sie male. Und ich reiche sie durch meine Gemälde an meine Familie weiter«, kommentiert die Malerin Tjunkaya Tapaya ihr Werk.

Mit dieser Kunst australischer Aborigines gastiert die Galerie ARTKELCH aus Freiburg erneut im Museum Fünf Kontinente. Die Ausstellung ist Teil der Reihe "Pro Community", die jährlich indigene Kunst einer Region Australiens an verschiedenen Standorten vorstellt. Die Kunstwerke können als Unterstützung für die Aboriginees erworben werden.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (15,80 €)